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Kreativer Umweltschutz: Ideen von Schülern erlangen Weltruhm

Umweltschutz fängt im Kleinen an – und auch die Kleinsten können ihren Beitrag leisten. Ein Selbstverständnis, mit dem ein Pädagoge Heranwachsende zu nachhaltigem Handeln animiert und ein bundesweit vorbildliches Versorgungssystem für Altbatterien entwickelt.
Als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Tschernobyl suchte der Bremer Lehrer Erich K.H. Kalkus 1986 nach einer Möglichkeit, um bei Kindern ein größeres Bewusstsein für mehr Eigenverantwortung im Umgang mit der Natur zu schaffen. Er fand sie im eigenen Klassenzimmer: Zusammen mit Schülern der Grundschule Osterholz baute er im Werkunterricht Kisten, in denen ausgediente Gerätebatterien gesa mmelt werden, um sie dem Sondermüll zuzuführen. Eine Initiative, aus der das Projekt BAKI – Bremer Aktion für Kinder hervorging.
 
Die Holzkisten, die die Kinder langen Hälse und Köpfen bestückten, mit farbenfrohen Gesichtern bemalten, wurden zur Erfolgsgeschichte. Immer mehr Schüler und Schulen – auch außerhalb Bremens – griffen die Idee des kreativen Altbatteriensammelns auf. Das Engagement von BAKI war so erfolgreich, dass das Projekt zum Vorbild für die später gesetzlich geregelte Entsorgung von alten Energieträgern in der Bundesrepublik avancierte.
 
„Die Idee aus der Bremer Schule ist eine kleine Bemühung von unzählig vielen kleinen schulischen Bemühungen“, erzählt der Pädagoge Erich K.H. Kalkus, der auch im Pensionsalter noch bei BAKI aktiv ist. „Dank der vielen Kinder auf der Erde, die unsere schöne Welt schützen und erhalten wollen, kann aus den unzählig vielen kleinen Bemühungen eine gewaltige globale Rettungsaktion werden.“ 
 
Der Initiator des Umweltschutzprojekts baute sein Engagement schrittweise aus. Nachdem er geholfen hatte, die Batteriesammelaktion bundesweit zu etablieren, unterstützte er ähnliche Vorhaben auch an Schulen im europäischen Ausland. 1993 wurde BAKI unter die Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates gestellt.  Mit Unterstützung eines Bremer Unternehmens initiierte Erich K.H. Kalkus im Sommer vergangenen Jahres den „Schulcontainer zur EXPO 2010“. In dem aus 16 Umzugskartons bestehenden Pappbehälter können Kinder Zettel mit ihren ganz persönlichen Ideen zum Schutz der Erde hinterlegen. Alle Vorschläge werden gesammelt und nach Shanghai zur Weltausstellung EXPO geschickt.
 
Die Themenfelder der BAKI-Initiative, die sich seit den 1990er Jahren u.a. auch für die freie Fahrt von Kindern in öffentlichen Verkehrsmitteln einsetzt, umfassen längst nicht mehr allein den Umweltschutz. So wurde 2004 die Idee realisiert, zum Welttag der Schule die Berliner Freiheit im Bremer Stadtteil Vahr symbolisch zum „Platz der Schule“ umzubenennen. Er bot beispielsweise Raum für Informationsstände und Aktionen rund um das Thema Mobbing.
 
Das Projekt wurde im Rahmen der Kampagne Geben gibt. nominiert für den Deutschen Engagementpreis 2009. 
 
 
 
 
 
 
Gefunden von: Geben gibt
Geschrieben von: Sebastian Bertram
Bearbeitet von: Sabine Henkel 

 

Web-Links:

Internetauftritte von BAKI:
http://www.bakischule.blog.de/
 
Stadtteil-Bürger-Blog Bremen-Vahr
http://www.bremen-vahr.blog.de/

Umwelt-Olympiade:
http://www.umwelt-olympiade.blog.de/

Platz der Schule:
http://www.platzderschule.blog.de/

Geben gibt. Bündnis für Engagement:
http://www.geben-gibt.de